Gemeindebüro

 

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November
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Im November angekommen. Es ist dieses sich Einfinden in ungewohnte Kälte und dunklere Tage. Stolpern Sie dabei über die Lebkuchen und weihnachtlichen Lichterketten in den Läden? Plötzlich ist da die hektische Frage, was ich alles für Weihnachten noch brauche. Aber ich mache Ihnen Mut, sich nicht irritieren zu lassen. Es ist nur eine oberflächliche Sache. Ein paar Firmen wollen ihr Geld eben verdienen.

Wir können diese blinkende Oberfläche anheben wie eine Falltür im Boden. Zugluft weht uns gleich entgegen. Es geht Stufen runter in dunkle Bereiche. Wagen wir uns hinab! Der viele Staub zeigt uns, dass wir schon länger nicht mehr in diesen EIGENEN TIEFEN waren. Die Schritte sind unsicher. Aber es ist Zeit sich diesen Dingen zu stellen. Was begegnet mir? Die Frage: „Wie soll ich das wiedergutmachen?“ Das quälende: „Hätte ich doch …!“ Oder das häufige: „Wie soll ich das alles schaffen?“ So geht es vorsichtig Schritt um Schritt vorwärts. Es ist unheimlich. Es ist nicht klar, wie es weitergeht.

Vielleicht umkehren? Das ist der Vorschlag vom Buß- und Bettag. Anhalten und sich neu sortieren. Und dann kommen wir noch auf den Friedhof. Inzwischen einmal mehr ein trostloser Ort mit den entlaubten Bäumen. Sich hintrauen zu dem SCHMERZ. Auch nach Jahren vermisse ich diese Menschen. Und wenn der Verlust noch ganz frisch ist, fällt es umso schwerer. So einsam in diesem kalten Unten unterwegs sein. Die Tränen dürfen kommen. Wenigstens im November.

Und dann ein LICHT anzünden und es aufs Grab stellen. Und dann zurückgehen mit dem Widerschein des Lichtes im Herzen. Sich Schritt um Schritt zurücktrauen ins Leben. Die Langsamkeit des Dunkels mitnehmen in den Advent. Und den ersten Lichtschein. Vielleicht wartet NEUES auf uns im Leben.

Viel Mut und einen wärmenden Lichtschein wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin Solveig Engelbert